{Rezension} Xara Koenig: Operculum - Das verschwundene Medaillon

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Xara Koenig hat mich einmal auf Facebook angeschrieben und gefragt, ob ich denn nicht ihr Buch lesen möchte. Natürlich sag ich da nicht nein ;-) Und so habe ich seit langem wieder einmal ein Kinderbuch gelesen.

Operculum - Das verschwundene Medaillon // Geschrieben von Xara Koenig // 180 Seiten // Paperback // Preis: 8,90 // Verlag: BoD // Erscheinungsdatum: 23. Mai 2016
Eigentlich wollte Tom mit seiner Familie einen gemütlichen Urlaub in Kroatien verbringen. Sonne, Meer und jede Menge Lesestoff im Handgepäck. Doch wer war dieser mysteriöse Alte? Als eines Nachts auch noch Toms Bruder spurlos verschwindet und Tom plötzlich durch Wände stolpert, geht das Abenteuer erst richtig los. Seltsame Dinge geschehen. Und dann ist da auch noch Lilly … (BoD)
Tom fährt in den Urlaub nach Kroatien, alles ist super toll, aber es gibt doch oft so komische Menschen. Die Hausverwalterin zum Beispiel, die sich immer selbst zum Kaffee einlädt oder der Mann, der sagt, ihm gehöre das Haus: Er steht oft wie aus dem Nichts da und verschwindet auch wieder so. Und irgendwann verschwinden seine Brüder spurlos - die Eltern kennen sie nicht einmal mehr, die beiden behaupten, Tom wäre ein Einzelkind!

Zuerst war ich ein wenig skeptisch, ein Buch von einer Selfpublisherin zu lesen beziehungsweise zu rezensieren. Viele Blogger schreiben ja, sie würden die Finger von Selbstpublikationen lassen, sie wären bisher immer schon enttäuscht worden. Aber die Geschichte klang so spannend und Xara Koenig so nett ...

Die Geschichte klingt nicht nur spannend, sie ist auch spannend! Ich bin 13 und fand es stellenweise schon gruselig! Unter anderem, weil es mich an "Sieben Magier" von Caro King erinnert hat: Ich hab das Buch mit sieben gelesen und zwar nur Mittags und Nachmittags - ich wollte in der Nacht keine Alpträume bekommen :D. Auch wenn ich es teilweise gruselig fand, ist Operculum dennoch auch für jüngere Kinder geeignet.

Mir als kritische Leserin sind kleinere Logikfehler aufgefallen. Zum Beispiel hätte ich zum besseren Verständnis einmal die Reihenfolge der Geschehnisse verändert. Oder einmal war ein ziemlich großer Zeitensprung. Aber hätte ich das Buch nicht rezensiert, sondern nur gelesen, und wäre ich auch jünger - mir wäre nichts davon aufgefallen. Einmal höchstens, da haben Tom und Lily (ein Mädchen, was er kennen gelernt hat, dessen Eltern verschwunden sind) mehr über das Verschwinden ihrer Familienangehörigen herausgefunden. Das ging mir zu schnell, da habe ich nicht mehr durchgeblickt.

Sonst war der Schreibstil ziemlich toll, kindgerecht und witzig. Ebenso wie Tom. Er ist ein netter Zeitgenosse, liest viel und kann sich gut mit sich selbst beschäftigen. Ich mochte seine Art sehr gern.














Ein Top-Kinderbuch mit gaaanz kleinen, aber unwichtigen Makeln. Die Zeit verging wie im Flug und ich konnte kaum schauen, da war ich mit dem Buch schon fertig. Zum Glück habe ich mich nicht von dem Vourteil "Selfpublisher können nicht schreiben" beeinflussen lassen! :-) Liebe Kinder, lest Operculum - Das verschwundene Medaillon! ;-) Halt, nicht nur die Kinder, auch für Jugendliche und Erwachsene ist dieses Buch kurzweilig und spannend.

Vielen Dank an Xara, beziehungsweise an Thalia, dass ich das Buch rezensieren durfte :-)

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