
Drei Jahre alt war Apple, als ihre Mum sie in einer stürmischen Nacht bei der Großmutter zurückließ. Seitdem hat Apple nichts von ihr gehört, keine Karte, kein Brief, kein Anruf. Als elf Jahre später Mum wie aus dem Nichts wieder auftauch, scheint sie ihre jahrelange Abwesenheit unbedingt wiedergutmachen zu wollen. Im Glückstaumel zieht Apple sofort zu ihr, im Herzen nur noch die brennende Frage: Warum hast du mich verlassen? Doch Apple erkennt, dass die Wahrheit auch bitter schmecken kann. Als sie jemandem egegnet, der noch weniger Halt hat, als sie selbst, öffnet ihr das die Augen ... (Klappentext)


Appolonia 'Apple' Apostolopolou hat mit den buchtypischen Jugendproblemen zu kämpfen: ihre Großmutter ist peinlich, in der Schule wird sie von einer Superzicke schikaniert, die ihr dann auch noch die beste Freundin wegnimmt, sie ist in den Oberstufler Egan Winters verliebt, den sie aber deswegen nicht haben kann und noch dazu bekommt ihre Stiefmutter ein Baby. Die Thematik, dass ihre Mutter sie verlassen hat und jetzt plötzlich auftaucht ist dagegen untypisch und der Fortgang erst recht.
Die Seiten sind nur so dahin geflogen und entlockten mir manchmal ein Lächeln. Die Gedichte, die Apple betrachtete oder auch schrieb, regen zum Nachdenken an, ebenso wie die Probleme, die auf Apple oder die anderen Figuren, die angenehme Zeitgenossen sind, zukommen. Sarah Crossans Schreibstil ist sympathisch und detailreich.
Trotz dieser positiven Punkte bin ich am Ende des Buches ratlos und emotionslos gewesen. Ich dachte weder: "Schönes Buch!" noch "Wieso ist es jetzt schon zuende?" oder "Naja, nicht mein Fall." Sondern einfach irgendwie nichts.
Und auch während ich diese Rezension schreibe, kann ich meine Meinung nicht genau in Worte fassen, weil ich nicht einmal genau weiß, wie ich das Buch fand. Keine Frage, ich habe es gerne gelesen. Es war auch nicht schlecht. Aber es hat mich auch nicht berührt – weder positiv noch negativ.
"Apple und Rain" hat mich nicht überzeugt. Mehr Tiefgang bei den Charakteren hätte wohl nicht geschadet, denn die Geschichte ist ziemlich flach geblieben und zwar ganz in Ordnung, aber kein Must-read.
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